Die polnischen
    Amphetamine  v e r s 


    Endo  liegt wochenlang

    im Koma weil statt Ko

    die polnischen Labor

    p r o d u c t s einge

    pfiffen das war nun

    zuviel für ihn und

    sein hirn seine nase

    hats weisse rausch

    li billiger als dazumal.

    xxxxx
    mir
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    Ann-yi Eötvös - Sopran
    Simon Stockhausen - Elektronik
    Manos Tsangaris - Perkussion
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    Elefantentat

     
    Vom Wahn ergriffen trat

    der Elefant, so les' ich, 

    seinen Wärter tot, warum 

    der Elefant das tat, sei unbekannt,

    und in der Zeitung abgebildet 

    seine rot 

    wie in Erstaunen 

    aufgeriss'nen Augen 

    auf der Straßenkreuzung

    als man ihn erschoss.
       Jaki Liebezeit - Perkussion
    Michael Riessler - Klarinetten

    komponiert von 
    Simon Stockhausen
    und Manos Tsangaris

    Texte: Manos Tsangaris / Anonymus

     

    Seit langem lebe ich in der Schwebe. 
    Meine tägliche Praxis spaltet sich: Es werden Partituren geschrieben für Stücke, die deutlich in der europäischen Tradition aufgehoben sind. Andererseits beschäftige ich mich seit Jahrzehnten mit Improvisation, insbesondere mit den Möglichkeiten rhythmisch-modalen Spiels, das pulsiert und auf Wiederholung basiert. 
    Dabei kommt mir keine einzige Note in den Sinn.
    Ich vergesse alles Schriftliche und, wichtiger noch, alle rhythmischen Klischees, die wir in der Popkultur angloamerikanischer Prägung einatmen durften.

    Deshalb auch bedeutet mir die Arbeit mit der Gruppe MIR eine Art Neuanfang. Wir befinden uns in Europa (wo das Christentum schon früh das Trommeln und alle Tanzmusik verbannt hat) - und jenseits der Sphären des akademischen Diskurses, der sonst allzu leicht verhindern kann, alle  Intelligenzformen des Hörendenen zu integrieren und uns zu erfreuen.

     

       

     

     

    Seit kurzem teile ich meine Schwebe mit Simon Stockhausen.
    Unsere kreisenden Rhythmen klingen kontinental und ungewohnt.
    Die Musik von MIR schafft eine Balance zwischen modaler Komposition und Improvisation. Oft bildet ein Text, ein Gedicht  die inhaltliche Keimzelle für eine Musik, die nach pythagoräischen Gesichtspunkten fortschreitet. Wir akzeptieren den Kanon - das ist die Regel. Es gibt also keine songs oder dergleichen, sondern Zentren, Rhythmen, Atmosphären, die  sich wie
    Landschaften ausdehnen.
    MIR entfernt sich von den Versatzstücken angloamerikanischer Popularmusik
    und erfindet auf unsere Weise "das Pulver" noch einmal neu. 

    Manos Tsangaris, im September 1998

    edel records CD 0085172ACA