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Biografie | ||
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Manos Tsangaris |
Manos Tsangaris wurde 1956 in Düsseldorf geboren und
studierte Komposition und Neues Musiktheater bei Mauricio Kagel und Schlagzeug
bei Christoph Caskel an der Musikhochschule Köln. Seine Kompositionen finden
international Beachtung und wurden u.a. auf renommierten Festivals wie den
Wittener Tagen für neue Kammermusik, Belgrader Internationalen Theaterfestival,
der MusikBiennale Berlin, der Biennale Venezia und den Donaueschinger Musiktagen
und an Theater- und Operhäusern in Köln, New York, Mannheim, Dresden und
Bielefeld aufgeführt. Darüber hinaus erhielt Manos Tsangaris zahlreiche
Kompositionsaufträge von deutschen Rundfunkanstalten und schrieb ein großes
Orchesterwerk zum 15jährigen Bestehen der Kölner Philharmonie. Seit 1990
werden seine installativen und bildnerischen Arbeiten regelmäßig von wichtigen
Galerien und Museen im In- und Ausland präsentiert. Einzelausstellungen wurden
ihm u.a. vom Kölner Diözesanmuseum und der Kunsthalle Odense (DK) gewidmet.
Seit 1986 erscheinen seine Gedichte in Anthologien und in Einzelveröffentlichung
u.a. beim Kölner Thürmchen-Verlag und dem Stuttgarter Radius-Verlag.
Konzertreisen führten ihn in viele Länder Europas, nach Nordamerika und Asien.
Auf
Einladung des Sowjetischen Komponistenverbandes war Tsangaris 1991
Composer in Residence in Moskau. Im selben Jahr initiierte er den Kongress Praemoderne
in Köln. 1991 erhielt er das Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium der Stadt Köln,
1993/94 das Stipendium der Akademie Schloß Solitude, Stuttgart, 1997 wurde ihm
der Kunstpreis (Musikförderungspreis) der Akademie der Künste Berlin
verliehen, 1998 Aufenthalt in der Villa Serpentara, Olevano. 2002
bis 2007 war Manos Tsangaris künstlerischer Berater der Intendanz des Kölner
Schauspielhauses. 1991
war er Dozent der Sommerakademie Civitella d'Agliano (I), 2002 unterrichtete er
transdisziplinares Komponieren bei Ny
Musikk in Oslo und Stavanger (N). 2003 an der KlangKunstBühne der Universität
der Künste Berlin. 2004, 2006 und 2008 ist er Dozent bei den Darmstädter
Ferienkursen. 2007/08
leitet er das Akademeprojekt des Europäischen Zentrums der Künste in Dresden,
Festspielhaus Hellerau mit 20 Stipendiaten. Im
Wintersemester 2008/09 wird er eine Vertretungsprofessur für Komposition an der
Universität der Künste Berlin wahrnehmen. Januar
2009 findet an der Hochschule Musik und Theater Zürich eine Projektwoche mit
Werken von Manos Tsangaris statt. Zur
Zeit widmet Tsangaris sich verstärkt themenspezifischen Auftragskompositionen
(u.a. zu Hans Christian Andersen, zu Heinrich Böll sowie zu antiken und
biblischen Motiven) und ist darüber hinaus mit immer neuen Arrangements seiner
bislang rund 30 Musiktheaterminiaturen auf zahllosen Musikfestivals im In- und
Ausland vertreten. Im
Oktober 2008 wird an der Staatsoper Unter der Linden in Berlin das neue
Stationentheater chatroom
murder für
Schauspieler, Sänger und Instrumentalensemble zur Uraufführung kommen. Ebenfalls
im Oktober 2008 dirigiert Lothar Zagrosek das Stück Glück macht mutig für Chor mit elektronisch bearbeiteten Stimmklängen
nach Texten aus Tagebüchern von Hans Christian Andersen mit dem Chor des
Bayrischen Rundfunks im Rahmen der musica viva München. "Die
Frage, wie sich die verschiedenen medialen Wahrnehmungsbereiche des Menschen im
Kunstwerk sinn- und bedeutungsvoll verbinden lassen, steht im Mittelpunkt der
kompositorischen Arbeit von Manos Tsangaris. Die Tätigkeit des Komponierens
bezieht sich damit nicht nur auf die Leistung, Dinge zusammenzufügen (eben zu
kom-ponieren), sondern zugleich auf die vorausgehende experimentelle Erforschung
der Schnittstellen, an denen mediale Verbindungen überhaupt erst möglich
werden. Der Erweiterung des traditionellen Kompositionsbegriffs entspricht die
Vielfalt der möglichen Resultate. In den vergangenen 25 Jahren entstanden neben
musikalischen Kompositionen auch Gedichte, Prosa und installative wie
bildnerische Werke. Obwohl Tsangaris' Arbeiten im Bereich Wort und Bild durchaus
Anspruch auf Eigenständigkeit erheben, ist ihre Bündlung und Synthese in einem
universell verstandenen Musiktheater das zentrale Moment seiner künstlerischen
Tätigkeit."
Raoul Mörchen |
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